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MAX: BCS-Kurzmitteilung vom 8.9.2001

MAX? MAXimale Manipulation!

 

Wie Wahrheit im Würgegriff sensationsgeiler Reporter verfälscht wird –

Eine Auswertung des Artikels Der Bio-Schwindel vom 6.9.01

 

 

1. Sachliche Fehler

 

Ä Falsche Bilder

Richtig (MAX): Auf Seite 26 des Blattes zitiert man Dr. Uwe Meier – korrekt neben seinem Bild.

 Falsch (MAX): Auf Seite 27 ziert der gleiche Meier ein Zitat von Peter Grosch – who is who ???

Ä Falsche Angaben zum Ablauf der Bananen Reiferei

 Falsch (MAX): Bananen werden angeblich zwei Wochen gereift.

Richtig : Tatsächlich sind es – je nach Verhältnissen – zwei bis maximal sieben Tage.

Ä Falsche Expertenaussagen

 Falsch(MAX): Experte Meier zitiert die schwarze Sigatoka als einen Schädling.

Richtig: Tatsächlich ist Sigatoka eine Pilzkrankheit.

 Falsch (MAX): Nach Experten Meier ist Bananenanbau ohne chemische und synthetische Mittel nicht durchführbar.

Richtig: Tatsächlich werden in mehreren Kontinenten schon deutlich über ein Jahrzehnt nachweislich Öko-Bananen ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Mittel von Tausenden von Bauern auf Tausenden von Hektaren erzeugt und zertifiziert.

 Falsch (MAX): Meier behauptet, es gebe derzeit keine Alternativen zum Einsatz von Gift im Bananenanbau.

Richtig: Tatsächlich gibt es zahlreiche ökologische Mittel zur, die erfolgreich zur Kontrolle von Krankheiten und Schädlingen eingesetzt werden.

 Falsch (MAX): Die Marke ‚ECO-O.K.’ wird als Öko-Siegel vorgestellt.

Richtig: Tatsächlich bezeichnet diese Marke nur die Verwendung von weniger Chemie. Sie ist als Öko-Siegel verboten.

 Falsch (MAX): Meier sagt aus, ökologischer Anbau sei nur mit erheblichen Ertragsrisiken und Ertragseinbußen möglich.

Richtig: Die erfolgreichen Bio-Bananenprojekte in Süd- und Mittelamerika und in der Karibik beweisen das Gegenteil.

 

2. Gezielte Fehlinformation, Spekulationen und Verdrehungen

 

Riesenbild des spritzenden Flugzeuges – ohne jeden Nachweis, dass dies etwas mit dem Projekt zu tun hat;

 

Bilder von Chemikalien, von giftmischenden und –spritzenden Bauern, Warnung vor Spritzmitteln – ohne jeden Nachweis, dass dies etwas mit dem Projekt zu tun hat.

 

Experte Meier spekuliert über die Mengensteigerung, ohne nach Flächenwachstum und Erzeugerzunahme zu fragen.

Experte Meier ‚kann sich kaum vorstellen’, hält für äußerst problematisch’, ‚ist skeptisch’, fragt sich, wer eigentlich die Umschulungen durchführen soll’:

Da darf man schon fragen: Wie steht es da um die Sicherheit und die Ethik des Agrarethikers?

 

Anstatt zu erklären, zitiert MAX die Tatsache der Definition des Begriffes BIO doppeldeutig als IRRGLAUBEN...

 

Weitere Fehlinformationen durch Auseinander reißen  von zusammen Gehörendem

     

VERDREHUNG: Während die Listen ausgeschlossener Bauern beweisen, dass das Kontrollsystem gut arbeitet, werden sie von MAX als Beleg für die Unzuverlässigkeit der Produktion gewertet.

 

3. Lügen und Halbwahrheiten

 

 GELOGEN: MAX behauptet, ‚Inspektionsberichte’ zu haben.

WAHRHEIT: Was Max abbildet sind – wie die Überschrift schon bekanntgibt – nichts weiter als Listen besuchter und ausgeschlossener Bauern.

 

 HALBWAHRHEIT von MAX ist es, wenn man schreibt, BCS habe in Costa Rica nur einen festen Mitarbeiter.

WAHRHEIT ist, dass BCS in Costa Rica drei feste Mitarbeiter hat und insgesamt fünf BCS-Kontrolleure vom Landwirtschaftsministerium akkreditiert und tätig sind.

 

 LÜGE von MAX ist es, dass der Kontrollprozess „so ähnlich sei, als ob man sich die TÜV-Plakette selbst an das Auto kleben würde“

Die WAHRHEIT hierzu ist das unten dargestellte aufwendige Vorgehen in einem vielstufigen Kontrollsystem.

 

 MAX-LÜGE: Kontrolleur Gutierrez sei durch Kündigungsdrohung zur eidesstattlichen Erklärung gezwungen und zum Schweigen gebracht worden.

WAHRHEIT ist, dass Gutierrez von den Journalisten arglistig getäuscht wurde und dass er zu keinem Zeitpunkt eine Kündigungsdrohung erhalten hat.

 

MAX-LÜGE: Gutierrez sei während der Anwesenheit der Reporter in Costa Rica zu der eidesstattlichen Erklärung gezwungen worden.

WAHRHEIT: Die Eidesstattliche Erklärung wurde von Gutierrez freiwillig abgegeben nach Rückkehr der Reporte nach Deutschland. Die Reporter hatten sich als Verbraucherschützer ausgegeben...

 

4. Verschweigen wichtiger Informationen wider besseres Wissen (nur eine Auswahl):

 

MAX VERSCHWEIGT WIDER BESSERES WISSEN:

 

- den tatsächlichen Aufbau und die wirkliche Funktionsweise des Kontrollsystems!

 

Tatsächlich werden alle Bauern jedes Jahr von den internen Kontrolleuren besucht. Diese Besuche werden in Kontrollprotokollen festgehalten, die zum Beweis ihrer Durchführung die Unterschriften des Kontrolleurs und des Bauern tragen.

BCS schult und überwacht die internen Kontrolleure.

Bei Aufdecken von Unregelmäßigkeiten schließt Trobanex selbst die Bauern sofort aus.

BCS wertet die Berichte des internen Kontrollsystems aus und besucht in Stichproben zusätzlich Bauern direkt. Auch hier erfolgen sofortige Reaktionen bei Unregelmäßigkeiten. Die Listen der ausgeschlossenen Bauern beweisen, dass das Kontrollsystem ausgezeichnet und kontinuierlich funktioniert; es ist wirksam.

All dies wird vollständig und ohne Manipulation dokumentiert.

Die Tätigkeit von BCS wird in Costa Rica ständig vom dortigen Landwirtschaftsministerium überwacht.

BCS kontrolliert den Transport, die Reifung, die Verarbeitung, den Export und den Import der Bananen und des Pürees. Danach wird im Hipp-Werk in Deutschland ebenfalls die Weiterverarbeitung kontrolliert.

Bei Hipp geht kein Rohstoff in die Produktion, ehe er nicht nach gründlicher Laborkontrolle freigegeben wurde. Bis zur Freigabe bleibt grundsätzlich alles gesperrt.

Bevor Hipp Bio-Ware importieren darf, muss er sich eine Importgenehmigung der zuständigen deutschen Behörde verschaffen. Dazu müssen dieser Behörde sämtliche Kontrollunterlagen und Bio-Garantien aus dem Ursprungsland vorgelegt werden.

 

MAX VERSCHWEIGT WIDER BESSERES WISSEN:

 

- dass der als Zeuge angeführte Mario Castro nach einem schweren Unfall unter Gedächtnisschwund und Verwirrung leidet;

 

- dass es nach EU-ÖKO-Verordnung keine vorgeschriebenen Mindestabstände zu Chemie-Nachbarn gibt;

 

- dass die Mengenzunahme auf mehr Bauern und mehr Flächen zurückgeht;

 

- die Namen der angeblichen Bio-Bauern, die chemische Gifte gespritzt haben sollen (so sie denn existieren und nicht per ‚Trinkgeld’ zum Spritzen verführt wurden...). BCS kann damit diese angeblichen Betrüger nicht zum Schutz des Verbrauchers ausschließen! MAX zieht den Betrügerschutz dem Verbraucherschutz vor.

 

 

5. Unterstellungen und Andeutungen ohne jeden Beweis

 

3 Beispiele für diese Manipulations-Technik:

 

1. ZITATE MAX:„Costa Rica – ein unübersichtliches Land, 10.000 km entfernt vom Hipp Firmensitz im bayerischen Pfaffenhofen“. „Inhaber ist Stefan Hipp, 33. Der arbeitet in Pfaffenhofen.“ Man will unterstellen, Hipp könne das aus der Ferne niemals managen....:

DIE GANZE WAHRHEIT: Verschwiegen wird, dass Hipp einen permanenten Geschäftsführer und eine Firma mit 20 Angestellten in Costa Rica hat. Unterschlagen wird, das S. Hipp im Jahr mehrere Wochen in Costa Rica anwesend ist und sich selbst um das Projekt kümmert.

 

2. ZITATE MAX:„BCS – so die offizielle Lesart -  inspiziert und überwacht den gesamten Produktionsablauf. Die Firma sitzt in Nürnberg und ist als private Kontrollstelle im ökologischen Landbau ...zugelassen.“ Man will unterstellen, BCS könne keinesfalls auf diese Distanz kontrollieren.....:

DIE GANZE WAHRHEIT : BCS ist seit Beginn des Projektes in Costa Rica immer mit lokalen Inspektoren präsent gewesen. BCS-Chef Peter Grosch hat selbst bei 30 Costa – Rica - Reisen seit 1994 das Projekt vielfach besucht und selbst zahlreiche Kontrollen direkt durchgeführt. Der lokale Inspektor Gutierrez hat die Projektgebiete regelmäßig mehrmals jährlich inspiziert. Heute sind fünf Inspektoren für BCS in Costa Rica tätig.

 

3. ZITATE MAX: „...der als unabhängig bezeichnete BCS-Geschäftsführer Peter Grosch.“ „Peter Grosch, der Kontrolleur, der seit 23 Jahren mit Hipp zusammenarbeitet...“. Man will den Eindruck der Abhängigkeit und der korrupten Gefälligkeitskontrolle erwecken.

DIE GANZE WAHRHEIT: Der Diplomagrarökonom Peter Grosch ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Biobewegung. Seit 1973 befasst er sich mit diesem Thema auf allen Ebenen und hat vor der Gründung des unabhängigen Kontrollinstitutes BCS lange Jahre für die Verbände Bioland und Demeter gearbeitet. Grosch ist öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für ökologischen Landbau und berät in zahlreichen Ländern Mittelamerikas und der Karibik Regierungen bei der Schaffung gesetzlicher Grundlagen zum Öko-Landbau. Sein Unternehmen BCS arbeitet derzeit mit annähernd 70 Mitarbeitern in rund 60 Ländern der Welt. Hipp ist einer von rund 60.000 BCS-Kunden...

 

6. Tendenziöse Bilder zur Stimmungsmache

 

Spritzender Chemie-Flieger

Spritzmittelbehälter

Giftmischender Bauer

Spritzender Bauer

Warnschild wegen Giftspritzerei

Säulendiagramm ohne die entscheidenden Bezugsgrößen

 

7. Gekaufte Zeugen

 

Die ersten beiden Fälle wurden in Costa Rica bereits identifiziert. Die Nachforschungen dauern an.

 

 

 

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